Als die Grundausbildung nach vier harten Monaten zu Ende war, hieß es den Seesack packen. Die Reise ging nach Bremerhaven, wo ich für die nächsten vier Monate die Schulbank drückte. Dort brachte man mir bei wie Ströme fließen, Dieselmotoren von innen aussehen und was man mit des Dampfes Kraft alles bewegen kann. Der Höhepunkt dieser Ausbildung bestand darin, dass wir einen alten Dieselmotor von beachtlicher Größe komplett auseinander nahmen um ihn dann wieder fachgerecht zusammen zu bauen. Doch dazu ist es aus unerfindlichen Gründen nicht mehr gekommen. Vielleicht liegen die Einzelteile ja noch heute irgendwo herum. Bremerhaven hatte auch für die Zeit nach Dienstschluss  viel zu bieten. Es gab viel zu sehen. Im Fischereihafen konnte man das Anlanden von Fischen und das Ausrüsten der Fischdampfer, die wieder auf Fangreise gingen, beobachten. An der Columbuskaje machten die großen Passagierschiffe wie "United States" und  "America" fest. Für uns war das ein Wallfahrtsort denn  "Elvis the king"  hatte dort vor kurzem zuerst deutschen Boden betreten. In der Stadt war sehr viel amerikanisches Militär stationiert und in den einschlägigen Lokalen war immer allerhand los. Abends gingen wir ins "Dschungelboot" und tranken Flaschenbier. Dann fühlten wir uns schon wie richtige Seemänner. Zum Ende des Lehrganges wurden wir alle regelbefördert. Als stolzer Gefreiter  fuhr ich nach Hamburg um mein Bordkommando beim "2.Landungsgeschwader" anzutreten.

Die Technische Marineschule II in Bremerhaven


Abmarsch zum täglichen Unterricht.


Einfach aus dem Fenster schauen.


In Bremerhaven hat es geschneit....


.....ein Anlass für die grosse Wäsche.