Nach ziemlich genau zwei Jahren Bordzeit, das Ende meiner Dienstzeit vor Augen,  wurde ich dann zur Technischen Marineschule I in Kiel versetzt um den fachlichen B-Lehrgang zu machen. Dieser Lehrgang dauerte sechs Monate. Da ich aber nur noch vier Monate Zeit hatte, stand ich auf einmal vor einem Problem. Ich sollte mich weiter verpflichten. Nach kurzem Überlegen habe ich mich dann gegen die Marine entschieden und wurde auch sofort vom Lehrgang genommen und nach Putlos zur "Logistik Lehrkompanie See" versetzt. Putlos liegt bei Oldenburg in Holstein und nicht weit von Heiligenhafen entfernt. Fuchs und Hase sagten sich dort gute Nacht. Die Kompanie bestand aus ungefähr fünfzig Leuten, zwei kleinen Landungsbötchen ( LCM 603 und LCM 604 ), mehreren Amphibienfahrzeugen (DUKW) , einigen LKW´s, Mungas, Borgward-Kübel und  und war in einer Luftwaffenkaserne untergebracht. Die beiden Schlickrutscher lagen in Heiligenhafen-Ortmühle in einer kleinen, privaten Bootswerft. Wir, die Bootsbesatzungen, machten dort in der Woche Dienst. Das heißt, wir fuhren morgens mit einem Borgward-Kübel zu den Booten und vergammelten dort die Tage.  Langsam fing der Sommer an, es wurde warm und die Ostsee lud zu Lust- und Badefahrten ein. Es war eine schöne Zeit. Als der Tag des Abschieds gekommen war, hätte ich fast bedauert,  nicht mehr dabei zu sein. So endete mein Dienst bei der Bundesmarine nach genau drei Jahren. Nach kurzer Zeit zu Hause zog es mich dann noch einmal hinaus. Bei der christlichen Seefahrt habe ich mich danach noch eine Zeit in der Welt umgesehen.


Bootswerft in Heiligenhafen- Ortmühle


Schlickrutscher in der Schleuse


Brennstoff peilen



DUKW