Im Herbst 1957 war meine Lehrzeit zu Ende und ich bewarb mich als Freiwilliger bei der damals noch jungen Bundesmarine. Im Sommer 1958 war es dann soweit. Die Einberufung war da. Unter großem Hallo und auch ein paar heimlichen Tränchen nahm ich Abschied von Eltern, Freundinnen und Freunden. Ich setzte mich im Kölner Hauptbahnhof  in den Zug und fuhr nach Glückstadt, um bei der 3. Schiffstammabteilung ein Seemann zu werden. Was mich dort erwarten würde hatte ich mir schon tausendmal vorgestellt, aber es kam zuerst einmal ganz anders. Man steckte mich und die anderen Neuen in graue Uniformen und brachte uns das Laufen bei. Das konnten wir nämlich nach Auffassung der Marine nicht. Es gipfelte in Gepäckmärschen rund um Glückstadt, die gut fünfzig Kilometer lang waren. Doch damit nicht genug. Im Gelände übten wir das durchqueren von Wasserpfützen auf dem Bauch liegend und mit hochgehaltenem Gewehr. Und dann erst der Formaldienst. Ganz besonders wurde Wert darauf gelegt, daß beim Gruß die Hand richtig an den Mützenrand und der Arm gemäß den Richtlinien für Begrüßungen im richtigen Winkel geführt wurde. Es wurde Landkampf geübt. Mit Wasser kamen wir nur beim waschen, duschen und Kutter pullen auf der Elbe in Berührung. Hatten die etwa gar keine Schiffe?


Was mache ich eigentlich hier ?


.....na ja, es machte auf alle Fälle müde.


Zum ersten Mal in Ausgehuniform.
 


Freiwache am Haupttor.
 


In der Kaserne

Das Schwimmbad in der Kaserne.


Fahrt nach Helgoland ......

mit der "Wappen von Hamburg"